Lüftung im Wintergarten – das Wichtigste in Kürze

Damit der Wintergarten das ganze Jahr über angenehm bleibt, braucht es das richtige Zusammenspiel aus Temperatur, Luftfeuchtigkeit und vor allem einer durchdachten Belüftung.

Das ideale Raumklima

Optimal sind 20 °C Raumtemperatur bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30–65 %. Wird es zu kalt oder zu feucht, bildet sich Kondenswasser – besonders an schlecht beheizten Stellen. Heizkörper gehören deshalb an die kältesten Punkte im Raum, damit die Luft gleichmäßig zirkuliert.

Im Sommer droht der Treibhauseffekt: Ein nach Süden ausgerichteter Wintergarten ohne Beschattung und Lüftung kann sich auf über 70 °C aufheizen.

Wie oft muss die Luft gewechselt werden?

Das hängt direkt von der Beschattung ab:

 

  • Außenbeschattung: 10-facher Luftwechsel pro Stunde
  • Innenbeschattung: 20-facher Luftwechsel pro Stunde
  • Keine Beschattung: 50-facher Luftwechsel pro Stunde

 

Lüftung und Beschattung ergänzen sich – keines kann das andere ersetzen.

Lüftungsarten im Überblick

Thermische Lüftung ist die einfachste Lösung: Warme Luft steigt nach oben und entweicht über Dach- oder Seitenfenster, frische Luft strömt unten nach. Faustregel: 10 % der verglasten Fläche müssen öffenbar sein – davon zwei Drittel oben (Abluft) und ein Drittel unten (Zuluft). Nachteil: Bei Abwesenheit schlecht regulierbar.

 

Motorische Lüftungssysteme übernehmen die Steuerung automatisch und lassen sich mit Pollenfiltern oder Insektengittern nachrüsten.

Fazit

Wer seinen Wintergarten wirklich nutzen will, kommt an einer kombinierten Lösung aus Beschattung und Lüftung nicht vorbei. Die Dachlüftung gilt dabei als beliebteste Variante – sie erzeugt am wenigsten Zug und lässt sich gut mit Zuluft über die Vorderfront kombinieren.